Reinigung und Desinfektion
Reinigung soll Sauberkeit erreichen. Sichtbare Sauberkeit wird als ein wesentlicher Teil von Hygiene betrachtet. Das ist nur teilweise richtig, denn Reinigung muss mehr können als oberflächliche Sauberkeit:
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Reinigung soll Keimverschleppung und – vermehrung unterbinden |
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Reinigung darf die Pflege- und Behandlungsvorgänge nicht behindern |
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Reinigungspersonal muss zeitgerecht einsetzbar sein, damit Verschmutzungen möglichst dann beseitigt werden, wenn sie entstehen |
Die verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens stellen unterschiedliche Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion.
Daran muss sich die Vorgehensweise bei der Planung und Umsetzung der Reinigung und Desinfektion orientieren.
1. Krankenhäuser
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Analyse der spezifischen Anforderungen; u.a. Eigen- oder Fremdreinigung
Ausschreiben des Reinigungs- und Desinfektionspaketes oder Organisieren der Eigenreinigung
Erfassen der Hygienerisiken in den verschiedenen Arbeitsbereichen eines Hauses (OP, Intensiv, Stationen, septische und asepetische Bereiche, Analyse von Ausbruchsituationen besonders schmierübertragbarer Erreger (z.B. Noroviren, Clostridium difficile, MRE …) |
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Erstellen eines Leistungsverzeichnisses und eines entsprechenden Reinigungs- und Desinfektionsplanes und Auswahl der Reinigungs- und Desinfektionsmittel |
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Auswahl geeigneter, technisch - moderner Verfahren und Geräte |
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Einbinden des Fremd- oder Eigenpersonals in das Hygienemanagement des Hauses |
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Schulungen in den Bereichen der Reinigung, Desinfektion und persönliche Hygiene |
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Umsetzen von Reinigungs- und Desinfektionskontrollen |
2. Einrichtungen der Altenpflege
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Analyse der spezifischen Anforderungen; u.a. Eigen- oder Fremdreinigung
Ausschreiben des Reinigungs- und Desinfektionspaketes oder Organisieren der Eigenreinigung
Ergebnis- bzw. bedarfsorientierte Reinigung in den dafür geeigneten Bereichen
Erfassen der Hygienerisiken in den verschiedenen Arbeitsbereichen eines Hauses (Wohnbereiche, Stationen)
Analyse von Ausbruchsituationen (z.B. Noroviren, Clostridium difficile, MRSA/ORSA …) |
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Anpassen des Leistungsverzeichnisses und eines entsprechenden Reinigungs- und Desinfektionsplanes an die spezifischen Wohnkonzepte (Stationen, Wohnbereiche, Wohngruppen, Hausgemeinschaften …) |
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Auswahl geeigneter Reinigungs- und Desinfektionsmittel und technisch - moderner Verfahren und Geräte einschließlich der Wasch- und Aufbereitungsverfahren für die Reinigungstextilien |
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Einbinden des Fremd- oder Eigenpersonals in das Hygienemanagement des Hauses |
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Schulungen in den Bereichen der Reinigung, Desinfektion und persönliche Hygiene |
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Umsetzen von Reinigungs- und Desinfektionskontrollen |
Diese umfassenden Verfahrenweisen haben sich als sehr effektiv erwiesen.
Denn Hygiene beim Pflegepersonal wirkt nur eingeschränkt gegen die Verschleppung von Krankheitserregern, wenn die Reinigungskräfte Hygiene nicht oder nur mangelhaft umsetzen.
Das Reinigungspersonal muss auch in der Lage sein, z.B. bei Ausbruch von epidemischem Durchfall die in einem Hygienestandard vorgeschriebenen Sofortmaßnahmen bei der Flächendesinfektion umzusetzen.
Der Einsatz angemessen moderner Reinigungsverfahren, -geräte und –textilien trägt zur Verbesserung von Hygiene bei. Wichtige Voraussetzungen dafür sind z.B. nachhaltigere Reinigung sowie bessere Wasch- und Desinfizierbarkeit von Reinigungstüchern und Wischbezügen.
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Moderne Reinigungs- und Desinfektionstechnik kann nicht nur die Hygiene optimieren, sondern ermöglicht außerdem höhere Flächenleistungen und damit teilweise auch deutliche Kostensenkungen – auch bei Einsatz von eigenem Personal.
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